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Villa Seilern... Wie alles begann
Im 19. Jahrhundert gesellschaftlicher und kultureller Treffpunkt – seit 2008 das Herzstück einer vielfältigen Hotelwelt, SPA und Luxus in Perfektion. Eine perfekte Symbiose aus Kultur, Tradition, modernem Life-Style, individuellem Gesundheitsgefühl und Wohlbefinden!
… wie alles begann: Im Badeort Bad Ischl, trafen sich „die Reichen und Schönen“ des 19. Jahrhunderts. Im Sog der Sommeraufenthalte der kaiserlichen Familie um Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Sisi, befand sich alljährlich eine illustre Gästeschar: gekrönte Häupter wie Kaiser Wilhelm I. von Preußen, Dom Pedro Kaiser von Brasilien, König Eduard VIII von England, hochrangige Politiker und Staatsmänner (Reichskanzler Bismarck, Fürst Metternich) Königinnen und Kaiserinnen, namhafte Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft (Anton Bruckner, Johann Strauß, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Johann Nestroy, Alfred Nobel, um nur einige zu nennen).
… es war „chic“, eine Sommerresidenz in Bad Ischl zu besitzen. Am 11. Juni 1881 erwirbt Elisabeth Reichsgräfin von Seilern und Aspang, Tochter des k.u.k. Km. und Rittmeisters Reichsgrafen von Stürgkh und der Adelheid Gräfin O’Donell v. Tyrconell, Witwe des am 18.6.1868 verstorbenen Joseph Reichsgrafen von Seilern und Aspang, in Bad Ischl, den Hausgrund Rothauers „auf den Leiten“ für den Bau einer Villa, in dem Ort, in dem Kaiser Franz Josef I, mit seinem Hofstaat die Sommer verbrachte.
Bereits im gleichen Sommer wurde vom Wiener Stadtbaumeister Wilhelm Pils aus Wien eine überaus repräsentative Villa im großen Stil geplant und gebaut. Übrigens, die Original-Baupläne befinden sich noch heute im Stadtbauamt Bad Ischl. Die klassizistische Villa mit vielen Elementen aus dem Barock und Beau-Art-Stil – in betont vornehmer Baugestaltung - sucht im gesamten Salzkammergut seinesgleichen . Ein dominates Allianzwappen über der Hauptfront weist auf die Bauherrin hin - einerseits das Wappen der Grafen von Seilern und andererseits der gräflichen Familie von Stürgkh.
Elise, Tochter des Reichsgrafen von Stürgkh, verehelichte Reichsgräfin von Seilern und Aspang, überaus vermögend, führte in der Tänzlgasse ein gesellschaftlich offenes Haus. Es fanden Teekonzerte und Theaterabende statt, bekannte Künstler wie Johann Strauss und Alexander Girardi unterhielten eine illustre Gästeschar. Die Ausfahrten der Gräfin waren – wie es zumeist geschah – vierspännig mit livrierter Dienerschaft und großem Aufsehen verbunden.
Die „Seilern-Villa“ bot außerdem mehrfach den passenden Rahmen für Sommeraufenthalte des Erzherzogs Friedrich (Vetter Kaiser Franz Josephs 2. Grades) und dessen Frau Erzherzogin Isabella und deren 8 Töchter. Man bezog die Villa, die „auf das reichste adaptiert“, d.h. an die spezifischen Wohnbedürfnisse der Familie angepasst wurde. Auch mussten Unterkünfte für das Gefolge, Autos, Wägen und Pferde geschaffen werden. Hochgestellte Persönlichkeiten war in der Villa zu Gast. Auch der Thronfolger Franz Ferdinand verkehrte im Haus und Erzherzog Friedrich hoffte, dass sich Franz Ferdinand für eine seiner acht Töchter interessieren würde. Der Erzherzog war jedoch in die Hausdame - Gräfin Sofie Chotek – verliebt, die er später auch ehelichte. 1914 wurden beide in Sarajewo erschossen.
Mehr zu historischen Villa Seilern finden Sie hier, auf Wikipedia.





