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Ausstellung von Adrienne Egger

„Heile Welt“ – in der Villa Seilern Galerie

Malereien von
Adrienne Egger

Ausstellungsort:
Villa Seilern Galerie
Tänzlgasse 11, 4820 Bad Ischl

Vernissage bzw. Eröffnungs-Veranstaltung:
Do., 12. Mai 2016, 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer:
13. Mai bis 26. August 2016
täglich von 09:00 bis 21:00 Uhr
(die Ausstellung konnte auch von externen Gästen besucht werden)

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Die Ausstellung:

In der Ausstellung von Adrienne Egger begeben wir uns auf eine Reise durch das moderne Zeitalter und das Wertvolle der Kultur.

Vorgeführt werden prägende wirtschaftliche Ereignisse sowie Dinge und Augenblicke, die wir lieb gewonnen haben, um letztendlich die tiefgreifende Antwort zu finden, wie jeder für sich, ganz individuell, seine eigene Heile Welt findet.

Über die Künstlerin Adrienne Egger

Adrienne Egger wurde in Colorado geboren, wuchs in Portland im US-Bundesstaat Oregon und Kansas City auf und studierte in Boston und Salzburg, Österreich, wo sie seitdem mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt.

Adrienne ist Auto-Didaktin, brachte sich das Malen selbst bei, bildet sich ständig weiter und bleibt neugierig. Sie testet und erweitert stets ihre Grenzen, bleibt aber dem Grundsatz ihrer ebenfalls sehr kreativen Mutter treu: „Beobachte, wenn du lernen willst“.

Adrienne beobachtet: Sie lässt sich inspirieren von der perfekten Willkür der Schönheit der Natur – selbst Licht und Himmel verändern sich durch die Jahreszeiten. Adrienne wählt Motive aus die Farbe zelebrieren, Nuancen von Form und Gestalt vergrößern und die Wahr­nehmung des scheinbar Banalen herausfordern.

Sie ist am Puls der Zeit, fasziniert von kulturellen Subtilitäten, von Unterschieden und Ähnlichkeiten verschiedener Kulturen und Epochen. Über Sprachen hinausgehend, verleiht die internationale Mode der Ästhetik der Gegenwartskunst Verspielt­heit. Es ist die Gratwanderung zwischen Popkultur und Nostalgie, zeitloser Kunst­fertigkeit und moderner Technologie, die das kreative Auge von Adrienne inspiriert und herausfordert.

Daten und Fakten zur Künstlerin:

  • Geboren 1977 in Colorado, USA
  • 1991-1994 Schwarz/Weiss Analog Fotografie
  • 1995-1997 Wirtschaftsstudium, Boston University
  • Ab 1997 in Land Salzburg wohnhaft
  • 2002-2004 Psychologiestudium Universität Salzburg
  • Seit 2013 vollzeitige Künstlerin
  • 2015 Artist of the Year, ArtistInfo & Daler-Rowney

Über die Serie "Heile Welt" von Adrienne Egger:

Wie viel von der Vergangenheit haben wir romantisiert; wie viel ist überhaupt wahrhaftig gewesen? Welche fiktionalisierte oder idealisierte Sicht der Vergangenheit haben wir? Was bleibt in unserem Gedächtnis; wie leicht ist Schmerz vergessen? Wie viele unserer bildhaften Erinnerungen der Welt basieren auf tatsächlichen Ereignissen; wie viele sind Ausschnitte von Film- und TV-Shows? Wie sehr hängt der Zeitgeist einer Epoche von der Wahrnehmung der Möglichkeiten – die Hoffnung – ab? Werden wir auf einer emotionalen Ebene durch die Wirtschaft beeinflusst? Wie drückt sich der Zeitgeist durch Filme, Fernsehsendungen, Kunst, Musik und Mode aus – wie formt dieses wiederum unsere Wahrnehmung der Gegenwart und Zukunft?

Welche Bilder der Gegenwart werden zukünftig ähnliche Sehnsüchte hervorrufen? Kulturelle Nostalgie wird als zentrales Thema durch die Ölgemälde dieser Serie veranschaulicht.

Nostalgie ist definiert als:

  • eine sentimentale Sehnsucht oder wehmütige Zuneigung für eine Periode in der Vergangenheit, vom Unbehagen an der Gegenwart ausgelöste, von unbestimmter Sehnsucht erfüllte Gestimmtheit, die sich in der Rückwendung zu einer vergangenen, in der Vorstellung verklärten Zeit äußert, deren Mode, Kunst, Musik o. Ä. man wieder belebt
  • Heimweh

Es liegt in unserer menschlichen Natur schmerzliche Erfahrung zu vergessen oder zu vermindern – es ist ein Mechanismus der selektiven Erinnerung, entworfen, um uns bei der Bewältigung der Zukunft zu helfen. Allerdings müssen wir uns achtsam an die Strapazen der Vergangenheit erinnern, denn es ist die Überwindung solcher Schwierigkeiten, in denen sich unsere größten Freuden und Stärken temperieren lassen.

„Heile Welt – Vollkommen Unvollkommen“

Die Bilder in dieser Serie zeigen Szenen aus den Nachkriegs Heimatfilm Genres von Österreich, Bayern und der Schweiz, in denen nichts Schlimmes passiert und jeder fabelhaft singen kann. Die Kultivierten und Wohlhabenden geniessen es zu reisen und Konzerte zu besuchen, während die Bodenständigen nichts sehnlicheres zu tun haben, als sich vor ihren Almen zu sonnen und ab und dann ein Rehkitz zu retten. Die Generation der Erwachsenen dieser Ära verschwinden mit dem Alter und die Kinder dieser Generation sind nun Großeltern – und an was erinnern sich Kinder? Wird das Leben nicht leichter, ange­nehmer und sicherer von einem Kind aus wahrgenommen?

Fotos, Zeitungsausschnitte und Wikipedia zeigen uns eine etwas gänzlichere Geschichte. Wir sind überrascht über die Berichte der ungarischen Flüchtlinge und das „Wirtschafts­wunder“ von Deutschland und Österreich, werden nachdenklich wenn wir hören, es wäre nicht möglich gewesen ohne die eingeführten türkischen Gastarbeiter. Wenn wir unseren Großeltern zu diesen Zeiten Fragen stellen, werden die Wissenslücken von den Emotionen des Erlebten gefüllt. Viele Menschen waren verärgert und verängstigt über die Befremdung unter ihnen. Heute wirkt die Befremdung von Gestern auf uns vertraut im Betracht der heutigen Befremdung. Doch, wie war das nochmal mit dem „Wirtschaftswunder“? Der Tag, an dem die Grenze zwischen Österreich und Deutschland in Salzburg letzten Sommer schloss, musste ich nach München.

Dort laß ich einen Artikel in dem stand, dass Deutschland dringend Zuwachs brauche um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Der Kreis schließt sich. Es gibt wirklich „nichts Neues unter der Sonne.“ Wir lachen, wir lieben, wir fürchten uns vor Veränderungen.

Veränderung ist ungewiss, Integration, Innovation und Durchhaltevermögen hart. Wir sehnen uns nach einfacheren Zeiten, unberührte Berge und Sommerromanzen. Wir sehnen uns nach dem Leben, wie wir es zu verstehen wussten. Nichts ist so unvermeidlich wie die Veränderung und so sind wir herausgefordert, zu wachsen und zu reifen. Trotz der vielen Fortschritte, muss sich jede Epoche seiner eigenen Herausforderungen stellen, wie jeder Einzelne und jede Familie auch.

Wahrheit & Mythos

Die Gemälde aus der Bilderserie „Heile Welt“ von Adrienne Egger sind fiktiv. Sie zeigen uns Erinnerungen an das Nie-Geschehene, doch sie spiegeln unsere Kultur, unser Leben und unsere Werte wieder. Die Verzerrung der Farben und der Verweis auf Kino- oder Bildschirmumrahmung sowie Widerspiegelungen schaffen Abstand, um uns die Nostalgie bewusst zu machen und uns an unsere Fabel für romantische Fiktion zu erinnern.

Am Schluss erkennen wir das Endmotiv welches genau so viel Wahrheit wie Mythos heute als auch damals beinhaltet. Was bleibt uns? Zwischen unserer nostalgischen Vergangenheit und heller, furchterregender Zukunft liegt die Gegenwart. Heute. Wer bist Du heute? Wer, als Kultur, sind wir? Was motiviert unsere heutigen Entscheidungen? Was wertschätzen wir? Werden wir heute lachen, lieben und großzügig sein?

Sind wir geduldig, einfallsreich und mutig? Wie wir heute leben wird das Lerninstrument unserer Kinder werden. Lass uns von den errungenen Siegen der früheren Generationen Mut fassen und jeden Tag in vollen Zügen leben. So geht die Sonne jeden Tag aufs Neue in unserer eigenen vollkommen unvollkommenen Heilen Welt auf.

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