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Ausstellung von Reinhard Jordan

„Teil des Ganzen“ – in der Villa Seilern Galerie

Skulpturen und Werke von
Reinhard Jordan

Ausstellungsort:
Villa Seilern Galerie
Tänzlgasse 11, 4820 Bad Ischl

Vernissage bzw. Eröffnungs-Veranstaltung:
Do., 04. Feb. 2016, 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer:
05. Feb. bis 05. Mai 2016
täglich von 09:00 bis 21:00 Uhr
(die Ausstellung konnte auch von externen Gästen besucht werden)

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Die Ausstellung:

Die gezeigten Arbeiten spannen einen thematischen Bogen von der abstrakten Idee des Körpers als verdichteter Raum oder zellige Struktur hin zum konkreten menschlichen Körper, als individuelles, verletzliches Gebilde. Die Exponate, eine Auswahl älterer bis zu sehr zeitnah fertiggestellter Arbeiten in Keramik, Holz und Stahl, bespielen ähnlich wie Reliefs und Malereien die Wände des „Zeitorts der Kunst“, ergänzt von freistehenden Skulpturen im Ausstellungsraum und auf dem Vorplatz der Villa Seilern.

Über den Künstler Reinhard Jordan

Sein handwerkliches Rüstzeug für die dreidimensionale Kunst erwarb Jordan als Absolvent der Holz- und Steinbildhauerei der Holzfachschule Hallein. Galt das ursprüngliche Interesse eigentlich der plastischen Keramik, so eröffnete sich 2001 durch eine Einladung des damaligen Symposiumsleiters Prof. Karlheinz Schönswetter zum Stahlsymposium Riedersbach eine ganz neue Dimension.

Der Begegnung mit Prof. Schönswetter sind auch viele Kooperationen mit der OÖ Schulgalerie zu verdanken. Damit war auch Jordans Lust an der Begleitung kreativer Prozesse entdeckt, der er in einem Lehrauftrag der OÖ Landes­musikschule für das bildnerische Fach „Klang & Farbe“ in „Schön für behinderte Menschen“ nachkam und nachwievor in eigenen Bildhauerworkshops in seinem Atelier nachkommt.

Eine besondere Herausforderung mit einer stark sozialen Komponente war der Aufbau der „Werkstatt für handwerklich kreative Produkte“ am Caritas Harltauerhof in Asten, einer Einrichtung für wohnungslose Männer. Seit 2012 steht die eigene künstlerische Arbeit wieder im Mittelpunkt von Jordans Schaffen.

Daten und Fakten zum Künstler:

  • 1966 geboren in Zell am See
  • 1981 – 1985 FH für Holz- u. Steinbildhauerei, Hallein
  • 1985 Int. Sommerakademie für bildende Kunst Salzburg
  • 1986 erster Auftrag als freischaffender bildender Künstler
  • 2001 erste Teilnahme am Stahlsymposium Riedersbach
  • Ab 2001 Kunstprojekte im Rahmen der OÖ Schulgalerie
  • 2002 – 2006 Lehrauftrag „Klang & Farbe“
  • 2004 – 2012 Leitung „Werkstatt für handwerklich kreative Produkte“
  • 2005 1. Preis Skulpturen­wettbewerb (Nationalpark Riedingtal/Lungau)
  • 2005 – 2009 Skulptur in der OÖ Landesgartenschau
  • 2009 „Three Figures“, Southwest Jiaotong
  • University Chengdu, China
  • Projekt zum Festival der Regionen
  • Skulptur für Gemeindeplatz (Weißkirchen/Traun)
  • 2010 Sitzkreis Pfarre St.Franziskus, Wels
  • 2011 „Ein Platz an der Sonne“ OÖ Landesgartenschau
  • 2012 Organisation Kunstsymposium „conTRAste“
  • 2015 Kooperation mit dem Verein Netzwerk Weißkirchen
  • Skulptur „20 Jahre Schön für besondere Menschen“ 

Darüber hinaus zahlreiche Beteiligungen an internationalen Bildhauersymposien und Ausstellungen, sowie Kunst am Bau, Skulpturen im öffentlichen Raum und in Skulpturenparks in Österreich, Deutschland und China.

Über die Kunst von Reinhard Jordan:

Jordan will sich formal und technisch nicht eingrenzen. Wiederkehrend ist sein Nahe­verhältnis zum Organischen, Gewachsenen, zu Materialien, denen eine Vorgeschichte eingeschrieben ist. In diesem Sinne sind oft auch Neben­wirkungen des Herstellungs­prozesses, wie Verformungen und Verfärbungen des Aus­gangsmaterials, Teil des künstlerischen Konzepts.

Als klassisch ausgebildeter Bildhauer ist für Jordan der menschliche Körper ein nach­haltiges Thema. Der Ab­straktion folgte die Auflösung bzw. das Eindringen in eine innere Ebene des Körper­lichen, ein Blick unter die ver­schließende Haut, wie durch ein Mikroskop.

Der Körper stellt sich dar als verdichteter Raum, der jedoch gleichzeitig von einer gewissen Durchlässigkeit geprägt ist. Parallel dazu führte die Auseinandersetzung mit der eigenen Körperlichkeit in Tanz- und Bewegungsimprovisationen zu Performances, physio­logischen Minidramen über psychische und körperliche Befindlichkeiten.

Jordans ursprüngliches Interesse galt der Keramik, als plastisches Material hat sie für ihn auch noch immer ihren Reiz, genauso wie Wachs, das eigentlich nur Vorstufe für einen Bronzeguß ist.

Beim Holz hat der Künstler das Schnitzeisen gegen die Motor­säge eingetauscht was einer klaren Formensprache geschuldet ist.

Für Arbeiten im öffentlichen Raum schätzt Jordan besonders die Qualitäten von Stahl: gute Haltbarkeit und die Möglichkeit zur großen Dimension. Letzteres konnte er auch 2009 bei einem Skulpturenprojekt in Chengdu in China mit drei ca. acht Meter hohen Stahlplastiken ein­drücklich unter Beweis stellen. Zum Chengdu Projekt ist auch ein Katalog erschienen.

Projekt „Netzwerk“

Kunst trifft Tourismus­schülerInnen

Aus der Kooperation der Villa Seilern mit Schülerinnen und Schülern der Tourismusschule Bad Ischl, die die Abwicklung der Vernissage als Schulprojekt durchführen, entstand auch die Idee zu einem künstlerischen Gemeinschaftsprojekt, das bei einem Besuch im Atelier von Reinhard Jordan umgesetzt wurde. Gemeinsam gestaltete die Projektgruppe ein „Netzwerk“ in Form einer Druckgrafik.

Dabei wurde eine Schichtholz­platte in 16 Teile geteilt und Linien wurden ein­geschnitten, sodass am Ende ein interes­santes Muster entstand. Die Platten wurden von den Schülerinnen und Schülern bearbeitet und letzt­endlich in verschiedenen Farben von hell bis dunkel eingefärbt. Entstanden ist eine geschichtete Druckgrafik, auf der die Farben Gelb, Rot und Blau hinter­einander gedruckt worden sind. Sie ergeben ein faszinierendes Gesamt­bild mit einem tollen Farben­spiel. Die Werke der Tourismus­schülerInnen werden im Rahmen der Vernissage ausgestellt.

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